Brille trotz Corona-Krise

Mehrblick arbeitet trotz Corona

Die aktuelle Corona-Krise in Deutschland ist für alle Menschen sehr belastend. Auch für obdachlose Menschen oder solche, die in Armut leben. Neben Lebensmittelgeschäften und Apotheken gehören auch Optiker zu der Gruppe, die noch für ihre Kunden geöffnet haben dürfen. Die Reparatur eines kaputten Brillenglases oder der Kauf einer Lesebrille ist wichtig, damit der Alltag sicher bewältigt werden kann.

Bedürftige Menschen werden dieses Angebot aber nicht nutzen, da sie kein Geld für eine Brille besitzen. Normalerweise besuchen sie dann einer der vielen kostenlosen Brillen-Sprechstunden von Mehrblick in Hamburg und Berlin. Hier bekommen sie einen kostenlosen Sehtest, durchgeführt von ehrenamtlichen Optikern und danach wird ihnen eine bestmögliche Brille angepasst.

Aufgrund der Corona-Krise hat Mehrblick seine Brillen-Sprechstunden in den Obdachlosen-Einrichtungen für die Monate März und April einstellen müssen.

Brille per Post

Trotzdem möchte Mehrblick weiterhin helfen und bietet für dringende Fälle eine Notlösung an. Täglich erreichen die gemeinnützige Organisation Anfragen von Sozialarbeitern, die dringend für ihre Klienten eine passende Brille benötigen.

Dabei geht es um das Lesen wichtiger Hinweises, wie das Hände waschen oder die neuen Öffnungszeiten der Treffpunkte. Oft handelt es sich auch um den Verlust der eigenen Brille durch Diebstahl, z.B. nachts aus dem Schlafsack auf der Straße.

Päckchen mit Brille

Brillen-Sprechstunde per Post

Wenn die Sehstärke bekannt ist, bekommen die Mitarbeiter die Messwerte per E-Mail übermittelt und suchen anschliessend in ihrem Lager nach einer geeigneten Brille. Diese wird dann per Post in die entsprechende Einrichtung geschickt. Auf diesem Weg kann Mehrblick einen Teil der Menschen weiterhin versorgen, bis hoffentlich bald die regelmäßigen Angebote wieder in den Einrichtungen stattfinden.